1 Jahr GLS Bank

Seit einer ganzen Weile bin ich nun schon bei der GLS (Gemeinschaftsbank für Leihen und Schenken). Empfehlen kann ich die Bank mittlerweile durchaus, hier noch ein paar Details.Die GLS ist eine der Banken (siehe auch Dirk über die Ethikbank), welche von sich behaupten, dass die Spar-Einlagen der Kunden nicht für destruktive Dinge zu Verfügung gestellt werden. Aufmerksam geworden bin ich auf dieses Konzept erst durch mehrfache Erwähnung durch den Kabarettisten Georg Schramm. Wer sich überlegt, dass auch Rüstungskonzerne und Atomkraftwerke irgendwo Kredite aufnehmen müssen, für den ist ja vielleicht sinnvoll, sich von den üblichen Banken zu verabschiedenen.
Natürlich muss man solchen Versprechen skeptische gegenüberstehen, denn die Rendite lockt ja jeden der BWL/VWL studiert hat 😉 Dafür bietet die Bank diverse Transparenzberichte und eine Liste der größeren Kreditnehmer wird veröffentlicht. Das durch den Wachstum der Bank, diese Kontrollen am besten zunehmen, dass würde ich mir wünschen.

Für mich selbst war es sehr überzeugend, dass diverse lokale Initiativen, welche ich kenne und unterstütze, auch über die GLS finanziert wurden. Zu nennen ist hier der Hof Medewege in Schwerin , ebenso wie das Peter-Weis-Haus oder die Karo AG / Frieda23 aus Rostock . Wer weitere Motivation braucht, hier bitte was authentisches 😉

Wer wechselwillig ist, dem muss allerdings klar sein, dass die Bank keine/kaum Filialen unterhält. Es können zwar ohne Probleme die Geldautomaten der Vereins- und Raifeisenbanken genutzt werden, aber Bargeld einzahlen kann man so natürlich nicht. Wie ich aber heraus fand, kann man auch als Fremdkunde sehr preiswert über die Postbank einzahlen und sofort zum neuen GLS-Konto überweisen.

Somit ist Onlinebanking und Geldautomat der einzige Zugang zum Konto. Hier ist die Bank aber sehr gut aufgestellt (mit DANE und SSL A) und ermöglicht auch HBCI per sicherem (weil separaten) TAN-Generator. Wenn es mal eine größere Überweisung sein soll, dann kann man telefonisch auch das Limit (temporär) hochsetzen lassen. Die Server sind auch recht zuverlässig, bisher hatte ich nur zweimal Zeiten erwischt, wo der Dienst kurzzeitig nicht verfügbar ist.

Um auch etwas „negatives“ zu nennen: die Bank nimmt Kontoführungsgebühren. Für mich selbst ist das zwar nicht schlimm, denn die Gebühren sind überschaubar und ermöglichen IMHO ein transparenteres wirtschaften (weil nicht überall diese Kosten indirekt refinanziert werden).

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