Packstation experience

Packstation logo

Wer mich kennt, weiß dass ich neuen Sachen im Alltag eher *nunja* verhalten gegenüberstehe. Allerdings habe ich mich bereits im Frühjahr dazu durchgerungen etwas neues auszuprobieren: die Packstation der Deutschen Post. Deshalb hier kurz meine Eindrücke, falls ihr auch mit dem Gedanken spielt, eure Postsendungen selbstbestimmt abzuholen 😉

Anmeldung

Wie man hört (und wie ich erleben musste), scheint die erste Herausforderung die Registrierung zu sein. Diese kann man zwar einfach über paket.de initiieren, aber dann …muss man …. warten….seeeeehr laaaange warten. Bei mir dauerte es fast 2 Wochen, ehe ich einen Brief zur Bestätigung bekam. Dann musste ich noch mal 7 Wochen auf mein Begrüßungspaket mit der Chipkarte warten. Man muss sich dafür übrigens gegenüber Postbote persönlich ausweisen, das kann man aber u.U. viel besser direkt bei einem Postamt machen, weil man dort den Zeitpunkt bestimmen kann. Also idealerweise direkt zum Postamt gehen und dort den Dienst beantragen. Irgendwie ging das bei mir aber völlig durcheinander, so dass ich dann 2 Karten und Postnummern hatte und das ganze fast 3 Monate dauerte …

Nutzung

Eigentlich ist es recht einfach die Station zu nutzen. Man lässt seine Pakete von nun an die Adresse der Packstation und an seine Postnummer liefern. Sobald die Meldung unterwegs ist, erhält man eine Mail mit Tracking-Link und am Tag der Ankunft eine SMS mit der mTAN zur Authentifizierung an der Station. Mit Chipkarte bewaffnet geht es dann zur richtigen Packstation und die mTAN öffnet dann das richtige Fach. Alles keine Hexerei und auf meinem Alltag habe ich etliche gut erreichbare Stationen 🙂

So ist es möglich zu jeder Zeit die einem selbst am besten passt das Paket abzuholen und man muss nicht bis 18:00 in der Postfillale sein und sich dort in die Schlange einreihen …
Wenn man dann diesen Dienst allerdings öfters nutzt, tauchen natürlich auch ein paar Ecken und Kanten auf, von denen ich hier auch einige benennen will.

Nur Post / DHL

Da die Packstation von DHL betrieben wird, werden natürlich auch nur Lieferungen von diesem Dienstleister angenommen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass in absehbarer Zeit auch eine Kooperation mit UPS, Hermes, … zustande kommt, obwohl ich es mir wünschen würde. Denn oft weiß man etwa bei eBay gar nicht, was sich hinter „Standardversand“ verbirgt. Da muss man dann doch wieder die richtige Hausadresse nehmen, um auf Nummer sicher zu gehen….

Keine Identitätsfeststellung

Mit einiger Verblüffung stellt man auch fest, dass man keine USK-18 Artikel an seine Packstation geliefert bekommt. Falls der Versender das nicht abfängt, sieht das dann auf dhl.de Packetverfolgung so aus:

Die Sendung entspricht nicht den VersandbedingungenMerkwürdig, da die Post ja eigentlich bei der Einrichtung extra viel Aufwand treibt, um den Empfänger richtig zu identifizieren. Auf Nachfrage wird einem lediglich erklärt, dass das nicht die Person erfässt, welche das Paket dann auch abholt. Da ich laut AGB meine „Goldcard“ und mTAN gar nicht aus den Händen geben darf, scheint dabei irgendwie nicht zu zählen. Naja, wo kämen wir da hin, wenn Leute einfach Alkohol, Computerspiele und Schmuddelhefte per Packetbox bestellen könnten …

Zusammenspiel

Irgendwie schon doof, das packet.de, die Packstation und normale Postlieferungen nicht wirklich gut zusammenarbeiten. Weder bekommt man eine Mail, wenn eine gewöhnliche Lieferung zur Hausadresse unterwegs ist, noch kann man solche Lieferungen spontan umleiten auf die Packstation.

Fazit

Als Mensch im Arbeitsleben möchte man sicherlich die Packstation nutzen, erhöht es doch die Flexibilität bei Postsendungen ungemein. Leider lässt sich ein Gang zur Poststelle bzw. den Ausgabestellen von anderen Transporteuren nicht wirklich vermeiden, es sei denn man hat nette Nachbarn, die öfters auch mal zu Hause sind 🙂 Oh und natürlich kann das System auch mal ausfallen … . Eine Überlastung, wie es die Krautreporter berichten, kann ich jedoch für meine kleineren Städte definitiv nicht feststellen.

 

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